14 April 2026, 16:05

Bundesrat fordert strengere Tierschutzregeln für Lebendtier-Exporte in Drittstaaten

Offenes Buch mit Illustrationen niederländischer Tiere, Vögel und Pflanzen sowie begleitendem Text.

Bundesrat fordert strengere Tierschutzregeln für Lebendtier-Exporte in Drittstaaten

Bundesrat verschärft Position zu Tierschutz bei Lebendtier-Exporten

Der deutsche Bundesrat hat eine klare Haltung zum Tierschutz bei Lebendtiertransporten bezogen. Am 26. September 2025 verabschiedete er einen Beschluss, der strengere Regeln für den Export von Tieren in Drittstaaten außerhalb der EU fordert. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Bedenken wegen Verstößen gegen Tierschutzbestimmungen bei Langstreckentransporten.

Die Initiative ging von Nordrhein-Westfalen aus. Der Beschluss benennt ein zentrales Problem: Den Behörden fehlen derzeit die Befugnisse, um Verstöße gegen den Tierschutz während des Transports wirksam zu unterbinden. In Exporten in bestimmte Drittländer wurden wiederholt Missstände dokumentiert – ohne verschärfte Maßnahmen drohen diese weiterzubestehen.

Der Bundesrat besteht darauf, dass Lebendtier-Exporte nur dann genehmigt werden sollten, wenn das Zielland die Standards des Terrestrischen Tierschutzcodes der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) erfüllt. Zudem soll die EU-Kommission die Kompetenz erhalten, bei Verstößen gegen die Vorschriften Ermittlungen einzuleiten und Transporte zu verbieten. Bisherige Maßnahmen wie der Entzug von tierärztlichen Gesundheitsbescheinigungen im Jahr 2023 hätten laut Beschluss kaum zu Verbesserungen geführt.

Um rechtliche Lücken zu schließen, drängt der Bundesrat auf verbindliche, EU-weite Regelungen. Künftige tierärztliche Bescheinigungen müssten konkrete Tierschutzauflagen enthalten, um den Schutz transportierter Nutztiere zu stärken.

Der Beschluss sieht konkrete Schritte vor, um die Kontrollen bei Lebendtier-Exporten zu verschärfen. Werden die Forderungen auf EU-Ebene umgesetzt, könnten Transporte in Länder mit unzureichenden Tierschutzstandards eingeschränkt werden. Mit der Forderung nach erweiterten Durchsetzungsbefugnissen will der Bundesrat weitere Verstöße im Handel verhindern.

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