21 March 2026, 22:04

BP-Raffinerie Gelsenkirchen wechselt 2026 den Besitzer – Klesch Group übernimmt Petrochemie-Standort

Ölraffinerie mit ausgedehnten Rohrleitungen, Metallkonstruktionen, Containern, Bäumen, einem Gebäude, einem Kran und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.

BP-Raffinerie Gelsenkirchen wechselt 2026 den Besitzer – Klesch Group übernimmt Petrochemie-Standort

Die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen, einer der größten petrochemischen Standorte Deutschlands, steht vor einem Besitzerwechsel. Die Klesch Group hat sich auf den Kauf der Anlage geeinigt; der Abschluss des Geschäfts wird für Mitte 2026 erwartet. Die Kanzlei Clifford Chance beriet den Käufer während des Übernahmeprozesses.

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Die Raffinerie in Gelsenkirchen ist mit Abstand der zweitgrößte Ethylenproduzent Deutschlands, auch wenn ihre Produktion in den letzten Jahren rückläufig war. Zwischen 2021 und 2025 sank die jährliche Ausstoßmenge von etwa 650.000 Tonnen auf 580.000 Tonnen. Dies steht im Kontrast zu anderen großen europäischen Standorten wie Antwerpen und Rotterdam, wo Modernisierungen die Kapazitäten steigerten.

Die Anlage verarbeitet jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl. Zudem werden dort Benzin, Diesel, Flugkraftstoff, Heizöl und über 50 weitere Produkte hergestellt. Aktuell sind etwa 2.300 Mitarbeiter am Standort beschäftigt, der Teil des größten integrierten Raffinerie- und Petrochemiekomplexes Europas ist.

Die Klesch Group, 1990 gegründet, agiert als unabhängiges Raffinerieunternehmen mit rund 1.000 Beschäftigten. Zu ihrem Portfolio gehören bereits die Raffinerie Heide in Deutschland und die Raffinerie Kalundborg in Dänemark. Der Kauf der Gelsenkirchener Anlage steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung und soll im zweiten Quartal 2026 finalisiert werden.

Mit dem Abschluss der Transaktion wechselt ein zentraler Industriestandort Deutschlands den Besitzer. Die künftige Produktionshöhe und die Belegschaft der Raffinerie hängen von den betrieblichen Plänen der Klesch Group ab. Bevor Änderungen wirksam werden, muss die Übernahme jedoch noch von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

Quelle