05 June 2026, 17:59

Bochumer Forscher revolutionieren 3D-Metalldruck mit Robotik und Lasertechnik

Neue Werkzeuggeometrien mithilfe von Lasern und Robotern generieren

Bochumer Forscher revolutionieren 3D-Metalldruck mit Robotik und Lasertechnik

An der Ruhr-Universität Bochum nimmt eine neue Forschungsgruppe fortschrittliche 3D-Druckverfahren für hochbelastete Metallbauteile unter die Lupe. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt zielt darauf ab, das laserbasierte Metallauftragschweißen mithilfe von Robotik und Computermodellierung zu optimieren. Über einen Zeitraum von vier Jahren erhält das Team dafür 3,85 Millionen Euro, um präzisere und langlebigere Metallstrukturen zu entwickeln.

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Die Gruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Ostendorf kombiniert das lasergestützte Auftragschweißen mit robotergestützter Frästechnik. Dabei wird ein Laserstrahl eingesetzt, um Metalloberflächen aufzuschmelzen, während schichtweise Material aufgetragen wird. Ein zweiter Roboter glättet anschließend raue Oberflächen durch Zwischenfräsungen, was eine höhere Genauigkeit gewährleistet.

Forschende aus vier Lehrstühlen der Ruhr-Universität Bochum arbeiten dabei mit Expertinnen und Experten von drei weiteren Universitäten zusammen. Ihr Fokus liegt auf der Herstellung komplexer Geometrien, die speziell für extreme Belastungssituationen ausgelegt sind – etwa in der Luft- und Raumfahrt, der Aviation oder im speziellen Werkzeugbau.

Computersimulationen spielen eine zentrale Rolle: Sie erstellen Baupläne und bestimmen die optimale Fertigungsabfolge. Die experimentellen Arbeiten finden am Center for Engineering Smarter Product-Service Systems (ZESS) der Universität statt, wo das Team die Prozesse testet und verfeinert.

Das Projekt startet Anfang 2025 mit dem Ziel, stärkere und effizientere Metallkomponenten herzustellen. Durch die Verknüpfung von Robotik, Lasertechnologie und Simulationen erhofft sich das Team Fortschritte in der Fertigung für Hochleistungsbranchen. Die 3,85 Millionen Euro der DFG sichern die Forschung für die kommenden vier Jahre.

Quelle