Apotheken in Köln und Meerbusch schließen für bundesweiten Protesttag
Apotheken in Köln und Meerbusch schließen am Montag im Rahmen eines bundesweiten Protests
Am kommenden Montag bleiben Apotheken in Köln und Meerbusch geschlossen, um sich an einer landesweiten Protestaktion zu beteiligen. Inhaber:innen und Mitarbeiter:innen reisen nach Düsseldorf, um bessere Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung zu fordern. Die Demonstration unterstreicht die unverzichtbare Rolle lokaler Apotheken bei der Versorgung mit Medikamenten am selben Tag, der Notfallversorgung und individuell angepassten Rezepturen.
Der Protest stößt in der Region auf große Unterstützung. In Köln werden voraussichtlich fast alle Apotheken schließen – die Beteiligungsquote liegt bei geschätzten 95 Prozent. Viele Beschäftigte steigen am Kölner Hauptbahnhof in einen gemeinsamen Bus, um an der Kundgebung teilzunehmen. Erwartet wird eine Teilnehmerzahl im fünfstelligen Bereich.
In Köln haben sich Apothekenbesitzer:innen abgestimmt, um Kolleg:innen zur Teilnahme zu motivieren. In Meerbusch schließen aus Solidarität sämtliche Apotheken. Dort wurde eigens ein Protestplakat entworfen, das über die Schließungen und die Hintergründe der Aktion aufklärt.
Die Genossenschaften Linda und MVDA unterstützen die Kampagne. Linda hat Informationsmaterial bereitgestellt und Ärzt:innen über die Notdienstregelungen in Kenntnis gesetzt. Die MVDA ruft alle Mitgliedsapotheken zur Teilnahme auf und hat Vorlagen für die Kommunikation mit Patient:innen und Ärzt:innen erstellt. Zudem entsteht ein Video, das die persönliche Betreuung und das Engagement lokaler Apotheker:innen zeigt.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Viele Apotheken haben bereits Plakate und Absperrbänder angebracht. Über 1.000 Notdienstapotheken in ganz Deutschland bleiben während des Protests geöffnet, um die Grundversorgung mit Medikamenten sicherzustellen.
Die Demonstration am 23. März 2026 zielt darauf ab, faire Vergütung und eine größere Anerkennung der unverzichtbaren Leistungen von Apotheken durchzusetzen. Mit flächendeckenden Schließungen und einer hohen Teilnehmerzahl hoffen die Organisator:innen auf spürbare Veränderungen. Die Notdienstapotheken bleiben in Betrieb, um den Zugang zu lebenswichtigen Arzneimitteln zu gewährleisten.






