Ananassaft wird zum Luxusgut: Warum die Preise jetzt explodieren
Ananassaft-Preise erreichen Rekordhöhen durch Extremwetter und schrumpfende Vorräte
Die Preise für Ananassaft sind aufgrund extremer Wetterbedingungen und knapper werdender Bestände auf Rekordniveau gestiegen. Der Preis für Ananassaftkonzentrat liegt mittlerweile bei über 5.000 US-Dollar pro Tonne, während sich die Kosten für Direktsaft innerhalb von nur sechs Monaten um 50 Prozent erhöht haben. Verbraucher und Hersteller spüren die Auswirkungen, da die Nachfrage weiterhin hoch bleibt.
Die Knappheit ist auf schlechte Ernten in den wichtigsten Anbaugebieten zurückzuführen. Thailand, der weltweit größte Produzent von Ananassaftkonzentrat, verzeichnet aufgrund von Dürre deutlich geringere Erträge. Auch die Philippinen kämpfen mit ähnlichen Problemen – die Produktion liegt weit unter den üblichen Werten.
Costa Rica, der führende Lieferant von direktem Ananassaft, hat ebenfalls mit Rückgängen zu kämpfen. Extremwetterlagen im Zusammenhang mit El Niño und La Niña haben die Ananasproduktion stark beeinträchtigt. In der Folge sind die Lagerbestände der Hersteller nahezu aufgebraucht, sodass kaum noch Puffer für die steigende Nachfrage bleibt.
In Deutschland, wo Ananassaft zu den beliebtesten exotischen Getränken zählt, macht sich der Preisanstieg bemerkbar. Viele Verbraucher waren bereits auf Ananassaft ausgewichen, um teuren Orangensaft zu ersetzen. Doch angesichts der angespannten Versorgung wird selbst diese Alternative zunehmend unerschwinglich.
Der Preis für direkten Ananassaft liegt derzeit bei etwa 1.300 US-Dollar pro Tonne – vor sechs Monaten war er noch halb so hoch. Da wetterbedingte Störungen anhalten, sind weitere Engpässe wahrscheinlich. Die angespannte Versorgungslage wird in den kommenden Monaten sowohl für Hersteller als auch für Verbraucher höhere Kosten bedeuten.






