45-Millionen-Projekt: Klärwerk Bottrop wird während des Betriebs grundsaniert
Leni Herrmann45-Millionen-Projekt: Klärwerk Bottrop wird während des Betriebs grundsaniert
Die Emschergenossenschaft hat mit der umfassenden Sanierung des Klärwerks Bottrop begonnen – ein Projekt im Umfang von 45 Millionen Euro. Dabei wird die veraltete Infrastruktur modernisiert, während der Betrieb der Anlage während der gesamten Bauphase uneingeschränkt aufrechterhalten bleibt. Um Störungen im Reinigungsprozess zu vermeiden, erfolgen die Arbeiten in neun separaten Abschnitten.
Die ersten drei Bauphasen konzentrieren sich auf die Erneuerung der Hauptzulaufkanäle. Für die Dauer dieser Arbeiten wurden provisorische Pumpen installiert, um das Abwasser umzuleiten. Ab der vierten Phase werden diese Übergangslösungen nicht mehr benötigt.
Zu den zentralen Verbesserungen gehören der Austausch veralteter Schlammräumer sowie die Modernisierung der Antriebs- und Elektrosysteme. Zudem werden die Einlauföffnungen der Nachklärbecken erweitert und neue Leitbleche eingebaut, um die Strömungsführung zu optimieren. Für eine effizientere Belüftung sorgt künftig ein neues Kanalaerationssystem, das eine gleichmäßige Luftverteilung in der gesamten Anlage gewährleistet.
Die Klarwasserkanäle erhalten eine Abdeckung, um das Algenwachstum einzudämmen. Um die Einhaltung der Abwasserrichtlinien zu sichern, dürfen zudem nie mehr als vier Becken gleichzeitig außer Betrieb genommen werden. Die Maßnahmen sollen die langfristige Zuverlässigkeit und Leistung des Klärwerks deutlich steigern.
Das Sanierungsvorhaben stellt eine bedeutende Investition in die Bottroper Abwasserinfrastruktur dar. Nach Abschluss der Arbeiten wird die modernisierte Anlage nicht nur effizienter arbeiten, sondern auch alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Der stufenweise Ansatz garantiert, dass die Abwasserbehandlung während des gesamten Prozesses ohne Unterbrechung fortgeführt werden kann.






